Excel und Layoutplanung wie passt das zusammen?

Excel und Layoutplanung

In der Layoutplanung kommt häufig spezialisierte Software zum Einsatz, die von entsprechend geschulten Anwendern genutzt wird. Die Bedienung von Excel kennen bereits viele Benutzer aus ihrer täglichen Arbeit, dadurch ist der Umgang vertraut. Wie beide zusammenpassen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die Aufgabe der Layoutplanung – insbesondere der Blocklayoutplanung – besteht darin, Bereiche räumlich so anzuordnen, dass die definierten Ziele bestmöglich erreicht werden.

Ziele sind fast immer direkt an die Beziehungen zwischen den Layout-Objekten geknüpft. Die Beziehungen definieren sich primär zwischen dem Wertstrom und den Materialflussverbindungen.

Durch steigende Variantenvielfalt, kleinere Losgrößen und zunehmende technische Vernetzung entwickeln sich Unternehmen immer stärker von komplizierten zu komplexen Systemen.

Zum einen reicht ein reiner Fokus auf Wertstrom oder Materialfluss alleine heute nicht mehr aus, um eine wirtschaftliche Anordnung zu finden – das macht jedes Unternehmen. Zum anderen sind in komplexen Systemen die Beziehung zwischen den Objekten wichtiger als die Objekte selbst.

Richard Muther erkannte diesen Zusammenhang bereits vor über 60 Jahren und entwickelte daraus die Methode der Systematic Layout Planning. Die Methode stellt alle Beziehungen zwischen Layout-Objekten in den Mittelpunkt und gewichtet diese spezifisch. Die Beziehungen zwischen den Layout-Objekten bezeichnet er als Activity Relationships (AR).

Bewertung einer Beziehung im ARC über die Layoutpositionsnähe und deren Gründe
Bewertung einer Beziehung im ARC über die Layoutpositionsnähe und deren Gründe

Je nach Planungsprojekt entscheidet das Planungsteam selbst, wo der Fokus zu setzen ist, im Wertstrom oder in Beziehungen, die Muther als „Other-Than-Flow“ bezeichnet.

Zu diesen Beziehungen zählen beispielsweise:

  • Layout-Fixpunkte (vorhandene Tore, Medienversorgungen)
  • Personelle Beziehungen (Mehrmaschinenbedienung, gemeinsame Werkzeug-/Meßmittelnutzung)
  • Umwelteinflüsse (Schmutz, Geräusche)
  • Kommunikationsbeziehungen (Shopfloor-Plätze, Q-Gates)
  • Sicherheitsbeziehungen (Krane, Automatisierungsbereiche)

Da Beziehungen eine dominante Rolle einnehmen, reicht es nicht, wenn Sie nur bekannt sind. Sie müssen über die gesamte Planungsphase präsent sein, um gleichzeitig Orientierung und Erfolgskontrolle für das Planungsteam zu geben.

Das definierte nicht nur Richard Muther so. Auch die grundlegende Lean-Philosophie Mieruka sagt aus, nur wenn etwas sichtbar ist, sind wir auch in der Lage etwas daran zu optimieren.

Layouts werden heute meist mit CAD- oder Spezial-Software erstellt. Die Bedienung bleibt damit nur entsprechend geschultem Personal möglich oder es sind teure Softwarelizenzen und Trainings erforderlich.

Damit bleiben Teammitglieder in Blocklayout-Projekten ohne diese Kenntnisse und Möglichkeiten oft nur reine Berater oder können nur gemeinsam mit CAD-Usern ihre Ideen von der Seitenlinie aus einbringen.

Menschen lernen vor allem durch eigenes Ausprobieren und Anwenden. Nur beim selber Planen werden Prozesse und Layout-Konstellationen vollständig durchdacht, Ideen ausprobiert, weiterentwickelt oder verworfen. Bleibt diese Möglichkeit verwehrt, bleiben heute entscheidende Potenziale ungenutzt.

Ist ein Blocklayout optimaler als U-Shape oder in Zeilenform? Der beste Weg besteht darin, beide Varianten selbst zu entwickeln und miteinander zu vergleichen. Schon beim Ausplanen werden oft alle Vor- und Nachteile durchlaufen und führen automatisch zu einer durchdachten Lösung:

Blocklayout als U-Shape oder Zeilenform? Durch visualierte Beziehungen können Entscheidungen entwickelt werden.
Blocklayout als U-Shape oder Zeilenform? Durch visualierte Beziehungen können Entscheidungen entwickelt werden.

Excel nimmt im Gegensatz dazu in vielen Projekten schon eine dominante Rolle ein. Datenbereitstellung, Datenzusammenführung, Kapazitätsanalysen oder Materialflussanalyseberechnungen sind ohne Excel kaum möglich. Dort können Teammitglieder selber aktiv werden. Mit diesem Hintergrund ist Excel für die Layoutplanung interessant.

Da die Bedienung vielen Benutzer aus ihrer täglichen Arbeit bekannt ist, sind auch Formen, Linien oder gruppierte Elemente zu verschieben für jeden machbar. Dadurch können deutlich mehr Personen aktiv in den Layoutplanungsprozess eingebunden und vorhandene Potenziale besser genutzt werden.

Um das mit Excel alleine zu erreichen, müssen Planungsteams einen hohen Arbeitsaufwand leisten. Die Zeichenfunktionen von Excel, über Formen, Linien in Verbindung mit importierten Bildern oder Zeichnungen, bieten nur die grundsätzlichen Möglichkeiten dafür.

Notwendig ist jedoch, eine große Anzahl von Informationen manuell umzusetzen. Seien es Flächenabmessungen von Arbeitsplätzen, Materialflüsse oder die Berücksichtigung von Beziehungen zwischen den zu platzierenden Layout-Objekten.

Für die Blocklayoutphase schließt der Excel Add-In AR Charts+Diagrams genau diese Lücke.

Excel Add-in AR Charts+Diagrams
Excel Add-in AR Charts+Diagrams

Mehr dazu finden Sie unter Blocklayoutplanung für alle – direkt in Excel.