In der Layoutplanung wurden zahlreiche Methoden entwickelt, um Planungsteams bei der Entwicklung effizienter Layouts zu unterstützen. Eine dieser Vorgehensweisen ist die Methode der Systematischen Layoutplanung (SLP), entwickelt von Richard Muther.
Die Methode der systematischen Layoutplanung (SLP) wurde in den 1960er Jahren von Richard Muther entwickelt. Sie legt den Schwerpunkt auf die Beziehungen zwischen den anzuordnenden Layout-Objekten. Die Methode bietet einen strukturierten Ansatz zur Bearbeitung unterschiedlichster Layoutaufgaben, wie Arbeitsplätze, Läger, Werkstätten, Büros oder ganzen Produktionslayouts. Sie umfasst mehrere Schritte, die Materialflüsse, räumliche Beziehungen und logistische Anforderungen analysieren. Die Methode gliedert sich in fünf aufeinander aufbauende Phasen. Das Ergebnis einer Phase wird in der nachfolgenden als Input benötigt.

Anschließend werden die ermittelten Beziehungen schrittweise in ein Grob- bzw. Blocklayout überführt und unter Berücksichtigung von Flächenverfügbarkeit und Umsetzbarkeit weiterentwickelt.
Ziel ist ein effizienter Produktionsprozess mit kurzen Wegen und geringem Transportaufwand. Die systematische Layoutplanung ist dadurch eine der Schlüssel-Methoden zur Optimierung von Fabriklayouts geworden. Als Ergebnis liefert die Methode ein Blocklayout für die nächste Fabrikplanungsphase, die Detaillierungsphase.
Veröffentlichungen von Richard Muther zur Systematischen Layoutplanung finden Sie unter
Die Methode nutzt Techniken, die auch von AR Charts+Diagrams unterstützt werden, um systematisch aufeinander aufbauend optimierte Layouts zu entwickeln.
| 1. Activity Relationship Charts Activity Relationship Charts (ARC) dienen der Erfassung und Dokumentation von Beziehungen in Matrixform. (Wikipedia) | ![]() |
| 2. Activity Relationship Diagrams Activity Relationship Diagrams (ARD) visualisieren Beziehungen als Netzwerk- oder Sankeydiagramm. (siehe Activity Relationship Diagram) | ![]() |
| 3. Kreisdiagramme nach Schwerdtfeger Das Kreisdiagramm dient zur Entwicklung erster Anordnungs- und Nachbarschaftsstrukturen. (siehe Kreisdiagramm nach Schwerdtfeger) | ![]() |
| 4. Space Relationship Diagrams Space Relationship Diagrams (SRD) übertragen die Beziehungsstruktur in flächenbezogene Blocklayouts. Meist wird mit einem Ideal-Blocklayout begonnen, aus dem Real-Blocklayouts entwickelt werden | ![]() |
| 5. Blocklayoutbewertung durch Kennzahlen Bei der Evaluierung werden die erstellen Layouts nach verschiedenen Kritieren bewertet: u. a. Flächenverbrauch, Materialflusslänge | ![]() |
Die konsequente Anwendung der Methoden schafft einen strukturierten Planungsprozess, fördert den Wissenstransfer im Team und aktiviert vorhandene Potenziale im Unternehmen.
AR Charts+Diagrams verfolgt das Ziel, dass die Methoden von möglichst vielen Teammitgliedern selbst angewendet werden können. Der größte Lerneffekt entsteht durch die aktive Mitarbeit im Planungsprozess.
„Ein Plan ist nichts,
Planung ist alles“.
Dwight D. Eisenhower
Das bedeutet nicht, dass auf CAD-Spezialisten verzichtet werden kann. Spätestens nach der Blocklayoutplanung beginnt immer die Feinlayoutplanung. Für diese Phase sind 2D-CAD-Systeme erforderlich, zunehmend kommen jedoch auch 3D-CAD-Lösungen zum Einsatz.
Mehr dazu finden Sie unter Blocklayoutplanung für alle – direkt in Excel.





