Coding für Kids

Coding für Kids

Wer Kinder hat und selber programmiert, stellt sich früher oder später die Frage, wie man seine Kinder auch dafür begeistern kann. Das kann eine große Herausforderung sein, denn WhatsApp, Minecraft und Co. sind vom Interesse der Kinder her, schwer zu schlagen.

Heute hat jeder ein Smartphone, Notebook oder PC. Aber wer kann schon ein Programm dafür schreiben?

Programmieren ist die Sprache des 21. Jahrhundert

Ranga Yogeshwar

Es lohnt sich also unsere Kinder auch in diesem Umfeld zu unterstützen und vielleicht den richtigen Impuls zu geben, das selber programmieren richtig Spaß machen kann.

Ich meine damit aber nicht, dass alle Kinder zu Programmierern werden müssen. Aber ich denke es ist im Hinblick auf die Digitalisierung gut zu wissen, wie Apps erstellt werden und welcher Aufwand dahinter steckt.

Welche Themen?

Meine Ausbildung in der Programmierung startete in der Schule. Die Themen im Unterricht waren sehr technisch. Eine halbe Ewigkeit ging es gefühlt um Sortierroutinen mit den unterschiedlichsten Verfahren. In der anderen Zeit dann um Datenbank-Themen für Eingaben, Speichern und Suchen. Das war damals sicher gut gemeint, aber für einen 14 jährigen ungeheuer langweilig.

Die ersten Programme sollten daher gleich Spaß vermitteln und spielerisch die Programmierung erklären.

Damit fällt die Wahl bei mir für die ersten Projekte auf einfache Spiele. Diese können von den Kids verbessert und erweitert werden.

Welche Programmiersprache?

Als Programmiersprache habe ich in der Schule BASIC auf einem C64 gelernt. Das waren ungefähr 40 Befehle, die man kennen musste.

Heute steht man einer riesigen Anzahl von Programmiersprachen gegenüber. Wie soll man jetzt starten? Wie richtig beginnen?

Eine interessante Übersicht mit mehr als 50 Sprachen gibt die Wikipedia-Seite Bildungsorientierte Programmiersprachen (den Link dazu finden Sie am Ende des Artikels).

Für mich kommt man im Windows-Umfeld nicht an C# oder Visual Basic und Microsoft’s Visual Studio vorbei. Ist das Ziel eher das Web, passt PHP und Javascript mit HTML und CSS besser. Für die App-Entwicklung unter Android lernt man JAVA und unter iOS Swift. Für universelle Projekte oder Einplatinenrechner, wie den Raspberry Pi, ist Python die erste Wahl. Arduino’s nutzen einen C++ ähnlichen Dialekt.

Die richtige Programmiersprache gibt es aus meiner Sicht nicht. Deshalb ist meine Empfehlung: Starten Sie mit Einer und lernen Sie immer Neue dazu!

Für den Start finde ich viel wichtiger, das die Entwicklungsumgebung den Einstieg erleichtert. Sie sollte mehr Komfort bieten als nur ein verbesserter Editor (z. B. IDLE für Python), aber nicht für den Start zu komplex sein (z. B. Visual Studio) und kleine Programmierfehler unterstützt anzeigen.

Für mich bietet diesen Mittelweg Lazarus mit Pascal als Programmiersprache und es ist auf und für viele Plattformen verfügbar.

Das Motto von Lazarus ist:

Write once, Compile anywhere.

Wie gehts weiter?

Die ersten Projekte finden Sie in nächster Zeit in der Rubrik Coding für Kids.

Die Grundlagen lernen Sie am besten mit dem Wiki von Lazarus.

Links


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Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Es kommt bestimmt auch auf den Typ an. Ich habe in der Schule mit Niki dem Roboter Turbo Pascal gelernt. An dem Programm für den Roboter saß ich bestimmt genau so lange wie am Level-Editor. Wir haben aus Lust und Laune immer kompliziertere Level gebaut und dann Niki beigebracht alle Gegenstände aufzusammeln. Aber wir mochten auch Logikrätsel.

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